Fest soll etabliert werden

MARKTPLATZ BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN FEIERN DIE ERHALTENEN KASTANIEN / FORDERUNG NACH NACHHALTIGER BEPFLANZUNG DER GEMEINDE

In der Schwetzinger Zeitung vom 23.5.2019 ist folgender Beitrag über die Grünen erschienen. Autor: zg

Beim Kastanienfest befinden sich die Kandidaten der Grünen, Heike Schütz (5. v. l.) und Günther Martin (4. v. r.) mit den Bürgern im Gespräch.
© Brusnik

KETSCH.Das relativ spontan organisierte Kastanienblütenfest von Bündnis 90/Die Grünen hat offenbar den Nerv der Bevölkerung getroffen. Es war ein Kommen und Gehen am kleinen „Festzelt“ der Grünen auf dem Marktplatz. Aufgrund der guten Resonanz sei geplant, dieses Fest regelmäßig um die Kastanienblüte im Mai zu etablierten, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Grünen hatten sich für den Erhalt der Bäume auf dem Marktplatz stark gemacht und konnten mit dem Schutz der Kastanien wenigstens einen Teilerfolg erzielen. Deshalb soll bei dem Kastanienblütenfest besonders Wert auf die alten und bestehenden Bäume gelegt werden. Diese bieten nicht nur Tieren eine wichtige Heimat, sondern spenden durch ihre reich belaubten Kronen auch uns Menschen im Sommer wichtigen und kühlenden Schatten.

„Gerade in den heißen Sommermonaten werden wir die alten Platanen, und das durch sie positiv beeinflusste Mikroklima, noch schmerzlich vermissen“, heißt es. Denn die neuen Bäume würden Jahre brauchen, um wieder merklich Schatten und Kühle zu spenden. Dem Schutz der Kastanienbäume habe auch die im Hitzerekordsommer 2018 über Wochen durchgeführte Gießaktion der Grünen gegolten.

Langfristig soll Ketsch nach dem Willen der Grünen bepflanzt und lebendig werden: durch Bäume, öffentliche Grünflächen und Gebäudebegrünung. Die Kühlung werde im Sommer immer mehr zum Kostenfaktor und zur technischen Herausforderung.

Prämierung von Vorgärten
Um dieses Ziel weiter zu verfolgen und existierende gute Ansätze in der Bevölkerung publik zu machen, planen die Grünen weitere Aktionen. So sind zum Beispiel die Prämierung von Vorgärten in Ketsch, Schulungen und Workshops zu naturnahen, nachhaltigen Gärten und Vorgärten geplant.

Insbesondere die Gartengestaltung und die Bepflanzungen der öffentlichen Grünflächen und Kreisel sollten dabei betrachtet werden. „Ganzjahresbepflanzungen“ auf diesen Flächen, die ganz nebenbei eine Kostenreduzierung herbeiführen, seien ebenso notwendig wie weniger Versiegelung und deren Rückbau, teilen die Grünen mit. zg

© Schwetzinger Zeitung, Donnerstag, 23.05.2019

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