Konfetti beim Faschingsumzug Ketsch

Antrag nach §34 GemO

Unsere Fraktion beantragt,
den Tagesordnungspunkt „Konfetti beim Faschingsumzug Ketsch“ auf die Tagesordnung der öffentlichen Gemeinderatssitzung zu setzen.

Und über folgenden Beschlussantrag zu entscheiden:

Die Verwaltung macht zur Auflage, dass beim Ketscher Faschingsumzug weder Konfetti noch andere Streuartikel, wie z.B. Luftschlangen, aus Kunststoffmaterialien verwendet/ausgebracht werden dürfen.

Begründung:
In den letzten Jahren, also erst seit relativ kurzer Zeit hat es sich „eingeschlichen“, Konfetti aus Kunststoffmaterialien beim Faschingsumzug auszubringen. Argumente, wie Tradition o.ä. treffen somit nicht zu.

Die Problematik von Kunststoff in unserer Umwelt wird derzeit unter mehreren Aspekten öffentlich diskutiert. Es muss inzwischen allgemein bekannt sein, dass Kunststoffe nicht in die Umwelt ausgebracht werden dürfen. Es werden u.a. „Dreck-weg-Tage“ organisiert, aber andererseits wird toleriert, für den „Sekundenspaß“ am Faschingsumzug Kunststoffe in Form von Konfetti und ähnlichem in die Gegend zu blasen. Das ist unvertretbar.
Das Argument „Dem Umzug folgt die Kehrmaschine“ greift hier nicht. Anwohner des Zuges können versichern, dass die Kehrmaschinen es nicht schaffen, alles Streumaterial zu beseitigen. Einflüsse wie Nässe und Wind, der das Streumaterial in die Seitenstraßen weht, die nicht gekehrt werden, machen den Unrat für Monate zum Dauerproblem. Entlang des Zugweges gibt es auch offene Erdflächen, z.B. um Bäume. Dort wird dieser Unrat nicht beseitigt und es wäre nur mit hohem Aufwand möglich. Auch für die Abwasserreinigung ist dieses Material problematisch. Die Entfernung aus dem Wasser kann nicht sichergestellt werden und auch wenn es entfernt werden kann, wird dadurch unnötiger Müll produziert. In Städten wie Stuttgart und Düsseldorf, aber auch in kleineren wie Achern, Bad Säckingen,
Rheinau, etc. gibt es mittlerweile generelle Konfettiverbote und zwar für alle Materialien.

Bei dem von allen Seiten bekundeten Bewusstsein für Umweltschutz, sollte es in Ketsch eine Selbstverständlichkeit sein, die unsinnige Ausbringung von Kunststoff – einzig für einen kurzen Spaß – zu unterbinden.

Für die Gemeinderatsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

gez. Heike Schütz