Klimaschutz

Klima, Klima, Klima – kaum ein Thema bewegt die Menschen so sehr wie das Klima. Ist es eine Hysterie? Oder eine wirkliche Bedrohung des Lebens auf unserem Planeten? Von „nicht so schlimm“ bis zu dramatischen Katastrophenszenarien findet man alles. Die Wissenschaft ist sich eigentlich einig. Das Bundesverfassungsgericht hat die Regierung gezwungen mehr zu unternehmen und konkretere Vorgaben zu machen. Es ist Zeit zu handeln.

Wir Grüne in Ketsch machen uns auch Gedanken und sind der Meinung, dass wir jetzt und hier anfangen müssen etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen. Wir dürfen nicht warten, bis jemand kommt und die Arbeit für uns macht. Wir wollen die Zukunft mitgestalten. Unsere Zukunft hier in Ketsch. Dies betrifft ganz viele Bereiche unseres Lebens, wie zum Beispiel:

CO2-Ausstoß und Energie, Mobilität und Verkehr, Bäume und Schatten

Allgemeine Maßnahmen:

Mehr Verschattung durch Grünflächen.

Besserer Hochwasser- und Küstenschutz, sowie Schutz vor Starkregen.

Aufforstung und Aufbau von klimastabilen Wäldern.

Sichere Versorgung von Trinkwasser und Speicherung von Regenwasser.

Berücksichtigung von Extremwetter beim Städte- und Straßenbau.

Diskussion:

Mobilitätswende: NextBike, Fahrradwege optimieren, CarSharing, Privat-Fahrzeuge reduzieren, mehr freie Flächen, ÖPNV, Bürgerbus, Fuhrpark der Gemeinde auf E-Fahrzeuge umstellen, Ladestationen, Photovoltaikanlagen

Haushaltsplanung: Mittel reservieren

Aufforstung/Baumbestand und Begrünung innerorts, Wo fehlt ein Baum? Schottergärten? Biodiversität – Fördermittel abrufen, mehr Grünflächen, Reduktion der Versiegelung

Energetische Optimierung der Haushalte, Fördermittel vom Land gibt es, Fernwärme- oder Gasinfrastruktur, Förderung von Solarthermie, Energetische und Ökologische Wärmedämmung

Stellen bei der Gemeinde: Umweltbeauftragte/r (vorhanden), Klimaschutzmanager*in (in Planung, ausgeschrieben)

Hochwasser- und Extremwetterschutz

Regionale Landwirtschaft: Wochenmarkt, Ackerland der Gemeinde an Bio-Bauern verpachtet

Ideen für Ketsch:

  1. Es gab einmal in Ketsch die Förderung der Nutzung regenerativer Energie (PV Anlagen, Solarthermische Anlagen) leider wurde das durch Beschluss des Gemeinderats eingestellt. Es war falsch die Förderung einzustellen, und das sollte revidiert werden.
  2. Im Eigentum der Gemeinde ist zurzeit nur eine PV Anlage auf dem Dach des Rathauses. Viele Gebäude mit großen Dächern würden sich für eine PV Anlage eignen. In vielen Gebäuden wie z.B. Schulen würde z.B. der erzeugte Strom auch gleich vor Ort verbraucht werden. Ein großer Stromverbraucher ist z.B. das Hallenbad auch hier gibt es keine PV Anlage.
  3. Energetische Verbesserung der Gebäude die im Besitz der Gemeinde sind. Bisher wurde kaum ein älteres Gebäude, das im Besitz der Gemeinde ist energetisch aufgewertet obwohl das zurzeit über das Land gefördert wird.
  4. In vielen Gebäuden gibt es noch alte Heizungsanlagen und Umwälzpumpen. Hier brauchen wir ein kontinuierliches Energiemanagement für alle Kommunalen Liegenschaften.
  5. Die Straßenbeleuchtung wurde teilweise mit Fördergeldern des Landes auf LED Beleuchtung umgestellt. Hier wäre anzustreben, dass alle Lampen mit LED Beleuchtung ausgestattet werden und im Außenbereich durch Bewegungsmelder die Lampen nur dann eingeschaltet werden, wenn jemand den Weg benutzt.
  6. Klimaschutzabgabe für Klimasünder: Wer seinen Garten (der laut Bebauungsplan ein Garten ist) klimaschädlich mit Schotter oder Pflaster belegt, sollte eine Klimaschutzabgabe bezahlen müssen.
  7. Der Fuhrpark der Gemeinde hat nur wenige Elektrofahrzeuge (nur auf dem Friedhof) da die Fahrzeuge nur im näheren Bereich bewegt werden wären Elektrofahrzeuge sinnvoll.
  8. Viele Bürger würden sich gerne an die Fernwärme oder an Gas anschließen lassen. Der Energieversorger ist sehr unzuverlässig – Angebotsanfragen werden nicht beantwortet.
  9. Mobilität: Ketsch ist nur über die Busse an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen. War es in der Vergangenheit wichtig an den Bahnhof nach Mannheim zu kommen so ist es heute wichtiger in geringer Taktung zum nächsten S – Bahnanschluss zu kommen. Die nächsten S – Bahnanschüsse sind Schwetzingen und Hockenheim. Auch Brühl bräuchte eine schnelle Verbindung zu wesentlichen S – bahnhaltestellen und einer kurzen Taktung. Daher fordern wir schon lange eine Verbindung von Mannheim Rheinau (Anschluss Mannheim Straßenbahn und S – Bahn) über Brühl Rohrhof, über Brühl, und über Ketsch nach Bahnhof Hockenheim. Ab Bahnhof Hockenheim gibt es auch eine schnelle Busverbindung nach Speyer und Waldorf Wiesloch. Dadurch, dass der lange Weg zum Hauptbahnhof nach Mannheim wegfällt, würde man für das gleiche Geld eine höhere Taktung zwischen den Haltepunkten erreichen. In den Stoßzeiten ist der Bus meist langsamer als die parallel Fahrende Straßenbahn. Prüfung ob ein „Bürgerbus“ der zwischen der Haltestelle Rheinau und Hockenheim eingesetzt wird nicht ohne RNV billiger wäre. (zusammen mit Brühl)
  10. Öffentlichkeitsbeteiligung in Sachen Klimaschutz. Z.B. als Workshop mit den Bürgern. Ideensammlung mit den Bürgern. Auch wäre denkbar einen Klimaschutzpreis auszuschreiben.
  11. Radwegenetz ausbauen: Viele Straßen sind so zugeparkt, dass Kinder nicht auf dem Gehweg fahren können. Das muss sich ändern. Die mitfahrenden Eltern müssen ihre Kinder beaufsichtigen können. Es ist verständlich, dass unter heutigen Bedingungen die Eltern ihr Kinder mit dem Auto zur Schule bringen. Durch einen Ausbau des Radwegenetzes und die damit verbundene Sicherheit für Fahrradfahrer wird die Bürger ermuntern, den innerörtlichen Alltagsverkehr zumindest im Sommer mit dem Fahrrad zu bewältigen.
  12. Förderung der regional vermarktenden und ökologischen Landwirtschaft. Beim Spargel geht es doch!  Das Ackerland das der Gemeinde gehört wird nur noch an Landwirte verpachtet die die Voraussetzungen erfüllen. Hierzu gehört auch der Versuch eines Dorfladens mit regionalen Produkten.
  13. Bewusstsein fördern, dass Klimaschutz wichtig ist und wir ohne Klimaschutz unseren Kindern ihre Zukunft nehmen.

(Seite im Aufbau)