Stehen für grüne Politik in der Enderlegemeinde: Heike Schütz (v. l.), Günther Martin, Jeanette Schweikert, Nikolas Martin, Alexandra Scalia, Nikolaus Eberhardt, Anja Lehmer, Gabi Martin, Tobias Strassner, Hannelore Habel, Wilfried Windisch, Sabine Weiß, Wahlleiter Adolf Härdle, Bernd Kraus, Robert Brusnik, Askold Eberhardt und Andrej Worm. © Bündnis 90/Die Grünen

Mit Martin und Schütz an der Spitze

In der Schwetzinger Zeitung vom 31.01.2019 ist folgender Beitrag über unsere Nominierungsversammlung erschienen:

Stehen für grüne Politik in der Enderlegemeinde: Heike Schütz (v. l.), Günther Martin, Jeanette Schweikert, Nikolas Martin, Alexandra Scalia, Nikolaus Eberhardt, Anja Lehmer, Gabi Martin, Tobias Strassner, Hannelore Habel, Wilfried Windisch, Sabine Weiß, Wahlleiter Adolf Härdle, Bernd Kraus, Robert Brusnik, Askold Eberhardt und Andrej Worm. © Bündnis 90/Die Grünen

Ketsch

Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband tritt erstmals mit kompletter Liste und damit 22 Kandidaten an / Sechs sollen es in den Gemeinderat schaffen

Mit Martin und Schütz an der Spitze

31. Januar 2019 Autor: Marco Brückl

Ketsch. Der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen hat eine Kandidatenliste für die Gemeinderatswahlen am 26. Mai zusammengestellt, die erstmals den kompletten Rat stellen könnte und damit 22 Bewerber umfasst. Wie Sprecherin Heike Schütz sagt, sind die ersten sechs Plätze wie folgt besetzt: Gemeinderatsmitglied Günther Martin führt die Liste der Grünen an. Die Ortsverbands-Sprecher Heike Schütz und Robert Brusnik folgen auf Position zwei und drei. Bernd Kraus ist an vier, Alexandra Scalia und Nikolaus Eberhardt an fünf und sechs notiert.
In mehreren Treffen habe man mit den Gleichgesinnten gesprochen, um deren grüne Vorstellungen für die Enderlegemeinde zu ergründen. Und: „Wir wären auch mit einer Liste mit nur 15 Kandidaten angetreten. Wir wollten keine vollständige Liste auf Teufel komm raus. Es gibt aber viele Leute in Ketsch, die für grüne Politik eintreten möchten“, betont Schütz. „Wir sind eine homogene Gruppe, die willens ist, bestmöglich zusammenzuarbeiten“, sagt Nikolaus Eberhardt. Das ambitionierte Ziel sei es, sechs Kandidaten in den Gemeinderat zu bringen, sagt Heike Schütz.


Ambitioniert ist das Ziel deshalb, da bei der Wahl 2014 lediglich 11,44 Prozent der Ketscher für Bündnis 90/Die Grünen votierten. Andererseits ist Baden-Württemberg ein grünes Bundesland, in dem die Partei nicht nur bei der vergangenen Landtagswahl (30,3 Prozent), sondern auch bei der jüngsten Umfrage (29 Prozent) stärkste Partei ist.

Wahlprogramm mit vier Säulen
Die politischen Ziele der Grünen in der Enderlegemeinde kreisen um die vier Säulen „Natur- und Umwelt“, „kein Gebäude auf dem Marktplatz“, „gute Kita“ und „Zukunft“. Zur Säule Natur und Umwelt gehören verstärkte Bestrebungen vor Ort in Sachen Ökostrom. Die Grünen möchten eine pestizidfreie Gemeinde. Auch gibt es für sie jede Menge Alternativen zu Kahlschlag und Abholzung. „Wir haben eine tolle Natur. Die wollen wir natürlich schützen und erhalten. Aber man könnte sie auch noch besser vermarkten“, sagt Günther Martin.
„Irgendwann muss man damit mal anfangen“, findet Robert Brusnik und meint ein Mehr an Transparenz und Bürgerbeteiligung in Ketsch. Für die Grünen findet die politische Entscheidungsfindung weitgehend hinter verschlossenen Türen statt. Dann brauche man sich aber auch nicht wundern, wenn die Bürger bei weitgreifenden Entscheidungen Sturm liefen, sagen sie unisono. Das geplante und per Bürgerentscheid verhinderte Gebäude auf dem Marktplatz ist für die Grünen so ein Fall, der zeige, dass Ketsch nach viel mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung verlange.
„Das Thema Gebäude auf dem Marktplatz ist noch heiß und könnte wieder ganz heiß werden. Die Grünen, die in den Gemeinderat kommen, werden hierbei nie zustimmen“, sagt Heike Schütz. Insgesamt finden die Grünen, dass es Ketsch an visionärer Weitsicht fehle, Ad-hoc-Entscheidungen und Flickschusterei überwögen. Für einen Schritt zu vermehrter Transparenz könnten sich die Grünen sehr gut vorstellen, dass Sitzungen wichtiger Ausschüsse – wie in anderen Gemeinden – öffentlich stattfinden.
Im Wahlprogramm für die Zeit ab 2019 werden unter „gute Kita“ bedarfsgerechte Betreuungsangebote des Nachwuchses subsumiert. Die Grünen verstehen nicht, wie es in der Enderlegemeinde überhaupt zu einer „so großen“ Unterdeckung kommen konnte.

„Neue Ideen zulassen“
Die Säule „Zukunft“ markiert für die Grünen nicht zuletzt die Option, mal andere Konzepte in Betracht zu ziehen. „Beim öffentlichen Personennahverkehr und der Mobilität wird immer nur bei Althergebrachtem geschaut. Aber man sollte auch mal neue Ideen zulassen“, findet Günther Martin. Die Grünen wünschen sich generationsübergreifende Konzepte und einen Ausbau der Kulturangebote. Wer wirklich etwas ändern wolle in Ketsch, müsse Grün wählen, findet Günther Martin. Denn: „Die Grünen sind die einzige echte Opposition im Gemeinderat.“

© Schwetzinger Zeitung, Donnerstag, 31.01.2019

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