Alexandra Scalia, hier mit Kater „Rico“ auf dem Arm, ist voller Vorfreude auf die Auf-gabe im Gemeinderat und will auch von den „alten Hasen“ lernen. © SCHOLL

„Am Ende muss es für Ketsch passen“

IM PORTRÄT ALEXANDRA SCALIA (GRÜNE) IST NEU IM GEMEINDERAT / BETREUUNGSKOSTEN TEILWEISE ABSCHAFFEN UND SOZIAL GERECHT STAFFELN / THEMEN VORAUSSCHAUENDER ANGEHEN

In der Schwetzinger Zeitung vom 15.6.2019 ist folgender Beitrag über die Grünen erschienen. Autor: Caroline Scholl

KETSCH. „Zusammen für Ketsch“ – soweit zum Slogan und auch der Philosophie, die Alexandra Scalia ganz eng mit ihrer neuen Funktion als gewählte Bewerberin im Gemeinderat der Enderlegemeinde für die Grünen verbindet. „Ganz egal, welcher Fraktion die Gemeinderatsmitglieder angehören, uns alle verbindet, dass wir für unser schönes Ketsch etwas erreichen möchten“, sagt die sympathische 48-Jährige, die sich aktuell besonders über den Austausch mit den weiteren neuen Gemeinderatsmitgliedern freut und natürlich gerne von den „alten Hasen“ im Gemeinderat lernen will.

Doch was macht die seit zwölf Jahren glückliche Wahlketscherin besonders aus? Wenn es gilt, etwas anzupacken, dann ist Alexandra Scalia dabei – und zwar freiwillig und mit viel Engagement. Sei es in ihren Funktionen als Elternbeirätin in den Schulen oder früher im Kindergarten ihrer Töchter im Alter von elf und 16 Jahren, bei der TSG im Handball oder als Mitorganisatorin von Familiengottesdiensten der Kirchengemeinde St. Sebastian und noch einiges mehr.

In der Kanzlei ihres Mannes verantwortet sie das Sekretariat. „Organisieren macht mir einfach Spaß und ich helfe gerne, wenn es etwas zu tun gibt, daher habe ich mich für eine Bewerbung bei der Gemeinderatswahl entschieden. Bei den Grünen stimmt für mich einfach das Gesamtpaket aus Umwelt und Sozialem. Innerhalb der Ketscher Grünen setze ich mich besonders gern für Familien, Senioren, Kinder und Kulturelles ein“, erläutert Alexandra Scalia.

In Ketsch zu leben, finde sie großartig, die Gemeinde sei attraktiv, es gäbe ein großes Freizeitangebot und die Natur sei praktisch vor der Haustür erlebbar. „Im neu gewählten Gemeinderat hoffe ich auf einen guten und vor allem respektvollem Umgang miteinander. Es ist mir wichtig, dass andere Meinungen zugelassen werden, denn auch Kritik ist wertvoll.

Und wenn am Ende Mehrheitsentscheidungen getroffen werden, dann ist die eben das Ergebnis des Gemeinderates und ich werde diese Entscheidungen dann selbstverständlich mittragen – zusammen für Ketsch, denn am Ende muss es für Ketsch stimmen“, betont die zweifache Mutter. Ein Thema, das Alexandra Scalia aktuell beschäftigt, ist beispielsweise, ob eine kostenlose Kinderbetreuung tatsächlich sinnvoll ist oder ob eher eine sozial gerechte Verteilung der Betreuungskosten angebracht wäre.

Mehr Treffpunkte für Jung und Alt

„Kinder sind wichtig, sie sind unsere Zukunft. Und kein Kind darf aus finanziellen Gründen ausgegrenzt werden. Daher mein klares Ja für die Kostenbefreiung bei Familien oder Alleinerziehende mit wenig Einkommen. Bei Familien mit hohem Einkommen sollten Beiträge jedoch gestaffelt werden“, führt Scalia diesen Punkt weiter aus.

Kulturell dürfe nach ihrer Auffassung in der Enderlegemeinde auch durchaus mehr passieren, um auf diese Weise neue Treffpunkte für Jung und Alt in der Gemeinde zu schaffen.

Was ist es, was sie im Gemeinderat vielleicht anders machen will? „Themen vorausschauender angehen, um mit Verantwortung und Weitblick die Zukunft zu gestalten. Aber in aller erster Linie freue ich mich grundsätzlich auf die Aufgabe, bin mir der Verantwortung bewusst und sehr gespannt, was auf mich zukommt“, betont die Neugewählte, welche im Rückblick die Zeit rund um die Wahl als lehrreich und interessant bezeichnet.

„Allen, die mir ihre Stimme gegeben haben, danke ich von ganzem Herzen. Mir ist und bleibt der Dialog wichtig, daher möchte ich die Ketscher ganz besonders auf eines hinweisen: Immer regelmäßig vor den Gemeinderatssitzungen veranstalten wir Grünen eine öffentliche Sitzung. Kommt einfach dazu, sprecht an, was euch fehlt und was euch beschäftigt. Ich setze mich gerne für eure Themen und für unser Ketsch ein.“

Ein Video gibt es unter www.schwetzinger-zeitung.de

© Schwetzinger Zeitung, Samstag, 15.06.2019

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